GESCHICHTE

Als mein Urgroßvater, Dipl.-Ing. Jiří Havelka, im Jahr 1925 das Herrschaftsgut in Obříství kaufte, konnte er nicht ahnen, wie viel Sorgen er gemeinsam mit dem Schloss und zwei hundert Hektar Wald und dem Bauernhof mit einhundertfünfundvierzig Hektar Boden für den großen Haufen erstrepublikanischer Kronen kauft. Die Risikofreude haben wir anscheinend in der Familie. Auch er nahm sich damals für den Kauf einen Kredit auf, den er mit einer guten Idee zurückzahlte: er begann Kümmel anzubauen... Er konnte gar nicht ahnen, dass wir das Familienvermögen noch mehrere Male freikaufen...

Nach schwieriger Kriegszeit kamen weitere harte Zeiten. Ganze drei Jahre standen er und sein Sohn, mein Großvater Libor, der zu dem Zeitpunkt bereits auf dem Bauernhof mit meiner Großmutter Marie wirtschaftete, dem Druck wider, das Herrschaftsgut zu verstaatlichen. Im Jahr 1948 gingen ihnen im Kampf mit den Kommunisten die Kräfte aus. Der Urgroßvater Jiří sollte sogar öffentlich auf dem Platz aufgehängt werden, und nur dank mutigen Mitarbeitern und Menschen aus der Ortschaft, die sich daran erinnerten, wie er ihnen in der Kriegszeit half, passierte dies nicht. Er endete allerdings in der Haft mit der einzigen Bedingung für das Freilassen: sofortiger Auszug aus dem Schloss. 

 An die Stellen, die ihm gehörten und in die er sein Geld, seine Schinderei und auch sein Herz einlegte, kam weder er noch sein Sohn Libor, der sich zur Emigration entschied, jemals zurück. Zu Fuß über die Grenze und in Schneeverwehungen, mit Marie mussten sie allerdings ohne ihre zwei kleine Kinder Igor und Lenka gehen. Zu dem Zeitpunkt glaubte er nicht, dass sie sich noch irgendwann treffen...

 Das verstaatlichte Herrschaftsgut wandelten die Kommunisten inzwischen in einen staatlichen Bauernhof um, der Urgroßvater Jiří zog nach dem Freilassen aus der Haft gemeinsam mit der Großmutter zu seiner Schwester nach Libiše um und dort lebte er bis zum Tod. Libor und Marie fanden das neue Zuhause zuerst in Belgien und nachfolgend in Australien. Sie bemühten sich verzweifelt, dorthin auch ihre Kinder zu bringen. Dies gelang ihnen allerdings trotz sämtlicher Mühe nie. Und die Rückkehr würde das Gefängnis bedeuten. Igor und Lenka wuchsen bei Marias Mutter auf und hielten mutig den Folgen des Klassenursprungs und den Eltern in Emigration stand. Nur ein Jahr vor der Sanften Revolution starb der Großvater Libor in Australien und die Großmutter Marie wollte nie mehr nach Tschechien schauen. Sie unterlag der Angst, Enttäuschung und auch dem Alter. 

 Mein Vater Igor erhielt zwar einen Teil des Vermögens in einer Restitution zurück. Denjenigen, der dem Großvater Libor gehörte. Die zweite Hälfte nach der Großmutter Marie mussten wir allerdings nach zwanzigjährigen Gerichtsscherereien wieder abkaufen. 

 Es lief beinahe ganzes Jahrhundert seit dem Zeitpunkt ab, wann mein Urgroßvater begann, sich für das Herrschaftsgut Geld auszuleihen und den Kümmel anzubauen. Für den Erwerb der 2. Hälfte seines Bauernguts lieh ich mir Geld und ich wünsche mir Einziges: dass es hier Menschen wieder gut geht. Auch aus diesem Grund entsteht die Pension Na kmíně, romantischer Ort, der verbindet und an dem wir Erfahrung sowie Liebe einsäten.

 Und bald werden wir auch den Kümmel einsäen ;-) 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Denisa Kubálková (geboren Havelková)

 

Eigentümerin des Bauernguts

Ich fühle mich hier, wie wenn ich hier geboren wäre, und es ist ein Ort, wo ich glücklich bin. Er ist allerdings so groß, dass hier auch andere glücklich sein können. Zum Beispiel Sie...

​Ich wuchs in Prag auf und auf den Bauernhof kam ich erst 3 Jahre nach der Revolution als Dreizehnjährige. Nach der Revolution waren wir bei der Großmutter Marie in Australien. Auf dem Bauernhof liebten wir es mit meinem Bruder sehr. Als kleine Kinder untersuchten wir hier mit dem Bruder den Dachboden und fanden Schätze aus dem Krieg, und als ich an der Landwirtschaftsschule maturierte, begann ich hier als Zootechnikerin zu arbeiten. Der Vater übergab mir den Bauernhof und 70ha und auch Erfahrungen und die letzten 15 Jahre wirtschafte ich somit auf eigenen 300 Hektar Felder alleine. Ich bin ein Landwirt, aber auch Mutter, Ehefrau, Partnerin, Freundin und jetzt auch auf Grund des Einflusses meiner Freunde, die mir vertrauen und denen ich vertraue, auch der Realisator meines Traums. Schrittweise den Bauernhof herzurichten, ihn für Menschen zu öffnen und das Leben hereinzulassen.

​Und somit rekonstruiere, rekonstruiere und rekonstruiere ich und habe einen großen Wunsch: dass dieser Ort wieder voll von glücklichen Menschen ist. Und auch deshalb entsteht der einzigartige Ort Na Kmíně. Es freut mich, dass es mir gelang, sich mit Menschen umzugeben, die es mit mir begeistert angehen, meine Freunde sind und gleichzeitig darin, was sie tun, hervorragend sind.

Ich lege in den Bauernhof mein Herz, meine Ideen und Träume ein.

 

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Ich habe stilgerechte und bis zum letzten Detail abgestimmte Zimmer, damit Sie sich darin wohl fühlen. Jedes Zimmer hat einen anderen Geschmack, aber in jedem erkennen Sie sicher, wie der Komfort schmeckt...

Elegant, Boho oder rustikal...? Ihrer Fantasie werden keine Grenzen gesetzt. Und Na Kmíně werden wir Ihnen die Hochzeit nach Ihren Vorstellungen ausrichten. Im wunderschönen Garten, in stilgerechter Scheune oder in malerischem Kirchlein...

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Bereiten Sie Firmen-Teambuilding, Schulung vor oder brauchen Sie Unterkunft für Ihre Business-Partner? Na Kmíně stellen wir für Sie gerne alles sicher. Weitere Informationen finden Sie hier oder kontaktieren Sie uns direkt. 

FARMA OBŘÍSTVÍ S.R.O., se sídlem Obříství, 

Obříství 24, PSČ 277 42, IČ: 28489047,

zapsaná ve veřejném rejstříku vedeném

u Městského soud v Praze Spisová značka 145310 C

 

Sie finden uns mitten in einem malerischen Dorf
Riesen, nur 20 min. aus Prag
und 45 min. vom flughafen.

Unsere Adresse

Na Kmíně
Bedřicha Smetany 24
277 42  Obříství

karte

Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren

+420 773 824 550

penzion@nakmine.cz

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